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Indikation von Schimmel- und Feuchteschäden

Schimmelpilz im Haus ist daher ein oft vorgefundenes Phänomen. Fast immer ist Feuchtigkeit im Gebäude mit verantwortlich für die Entstehung dieser teils gefährlichen Pilze. Wenn aufgrund von baulichen Schäden wie Wasser- und Feuchteschäden, undichten Dampfsperren oder durch fehlerhaftes Nutzerverhalten (z.B. falsches Lüften) die passenden Umgebungsbedingungen für Schimmelpilze geschaffen wurden, besteht die Gefahr, dass es zu massiven Schimmelpilzschäden kommt: Schimmelpilze finden in Gipskartonplatten, Tapeten oder Wandanstrichen ideale Nährstoffe. Kommt hierzu noch ein ausreichend feuchtes Milieu mit einer Luftfeuchtigkeit von ca. 70 %, können Schimmelpilze im Raum bereits gut wachsen.Gesundheitliche Wirkung von Schimmelpilzen.

Neben sichtbarem Schimmelpilzbefall gibt es auch verdeckten Befall, der oft über Jahre unerkannt bleibt. In Fällen, wo lediglich moderiger, muffiger Geruch auf möglichen Schimmelpilzbefall hindeutet, aber kein sichtbarer Befall erkennbar ist, wird die Raumluft über eine Luftkeimsammlung untersucht. Anhand der Ergebnisse aus den hieraus resultierenden Laborauswertungen können anschließend Schimmelart und Dichte der vorhandenen Keime bestimmt werden und geeignete Maßnahmen zur Beseitigung bzw. Reduzierung entwickelt werden.Die Schimmelpilze können sich auf die folgenden unterschiedlichen Weisen gesundheitlich auswirken:

Allergene Wirkung:

Der Dosis-Wirkungszusammenhang von Sensibilisierungen ist in diesem Falle komplex. Er hängt u. a. von der genetischen Prädisposition, dem Zustand der betroffenen Haut oder Schleimhaut sowie von der Menge (Dosis pro Fläche) und vom allergenen Potential der Schimmelpilzsporen ab. Bei Sensibilisierten richtet sich das Auftreten allergischer Reaktionen nach dem Grad der Sensibilisierung, der Membranfunktion von Haut und Schleimhäuten und der Allergendosis. Mittels der heutigen Nachweisverfahren wurden bei etwa 5% der Bevölkerung in Deutschland eine Sensibilisierung gegen Schimmelpilze mit zunehmender Tendenz nachgewiesen.

Toxische Wirkung:

Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen (z. B. Mykotoxine) sowie die Zellwandbestandteile (Glukane) wirken toxisch. Als immuntoxische Wirkung ist auch die Freisetzung von Interleukinen und sonstigen Entzündungsmediatoren in Haut und Schleimhäuten bei Schimmelpilzeinwirkung zu sehen.

Infektiöse Wirkung:

Die infektiöse Wirkung spielt vor allem bei immungeschwächten Menschen, nach einer Tuberkuloseerkrankung, bei Bronchiektasien bzw. chronischer Nasennebenhöhlenentzündung eine Rolle. Ausgelöst durch Innenraumbelastungen ist allerdings kaum mit einer solchen Wirkung zu rechnen.

Geruchsbelästigung:

Sie kann die Lebensqualität beträchtlich beeinflussen. Gerüche können außer von Schimmelpilzen auch von Bakterien oder VOC-Emittenten ver-

ursacht werden. Dies sollte bei einer Untersuchung eines Gebäudes stets bedacht werden.

Die Ausprägung der toxischen und allergenen Wirkungen u.a. durch Mykotoxine ist erheblich von der Art der Schimmelpilze (Spezies) und von der aufgenommenen Gesamtmenge abhängig. Prinzipiell liegt bei erhöhten Schimmelpilzbelastungen potentiell eine gesundheitliche Gefährdung vor, die aus Gründen der Risikominimierung im Innenraum nicht auftreten sollten.

 

Bedingt durch die modernen Bautechniken steigt die Dichtigkeit der Gebäudehüllen und damit die Notwendigkeit eines kontrollierten Luftaustauschs. Hier sind die Nutzer / Bewohner einer Immobilie in der Pflicht. Zur Feststellung, ob und wie der Luftaustausch stattfindet, kann man mittels Langzeitmessungen über Datenlogger den Nachweis erbringen, ob die Nutzer der betroffenen Wohnräume durch ihr Heiz- und Lüftungsverhalten für den Schimmelbefall mit verantwortlich sind. Diese Langzeitmessungen geben gleichzeitig Aufschluss über ein erforderliches Lüftungskonzept, durch welches die Bewohner zukünftig zur Schimmelprävention beitragen können.

 

Gemäß dem Leitfaden des Umweltbundesamtes zur Schimmelpilzsanierung sollen Schimmelpilzschäden ab einer Ausdehnung von ca. 0,5 m² durch eine Fachfirma beseitigt werden.

Wir Sachverständigende verfügen über entsprechende Ausbildungen und Zertifizierungen, um Sie bei einem Schimmelpilzbefall kompetent zu unterstützen.

Das Leistungsspektrum des Sachverständigenbüros bei der Begutachtung von Schimmelpilzschäden umfasst die folgenden Dienstleistungen:

  • Untersuchung von Gebäuden auf Schimmelpilze
  • Beprobung und Analyse des Befalls durch ein qualifiziertes Labor
  • Luftkeimsammlung und Auswertung bei nicht sichtbarem Schimmelpilzbefall
  • Schadendokumentation
  • Beratung zur Vorbeugung gegen Schimmelpilzbefall
  • Langzeitmessung zur Dokumentation des Heiz- und Lüftungsverhaltens der Nutzer
  • Konzeption und Planung von geeigneten Sanierungsmaßnahmen zur nachhaltigen Beseitigung von Schimmelpilzen
  • Komplette Überwachung und Betreuung der Sanierungsarbeiten
  • Durchführung von “Freimessungen” zur Feststellung der Unbedenklichkeit

Quelle: QM-Akademie 

Sachverständiger für Schäden an Gebäuden gemäß DIN EN ISO/IEC 17024 European Certification Council gültig bis 31.10.2021Sachverständiger für Schäden an Gebäuden gemäß DIN EN ISO/IEC 17024 European Certification Council gültig bis 31.10.2021Sachverständiger für Schäden an Gebäuden mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation - gültig bis 06.10.2022Sachverständiger für Schäden an Gebäuden mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation - gültig bis 06.10.2022

Sachkundiger für Immobilienbewertung mit TÜV Rheinland geprüfter QualifikationSachkundiger für Immobilienbewertung mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation

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